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Katze befindet sich im Garten und blickt in die Kamera.

Katzenschnupfen - Symptome

01.03.2023

Katzenschnupfen ist ansteckend und gefährlich, besonders für Freigänger und Kitten. Symptome sind Nasenausfluss, Husten und Fieber. Impfung und Hygiene schützen und tierärztliche Behandlung ist unerlässlich.

Inhalt - Alles im Überblick
  1. Katzenschnupfen – Anzeichen, Behandlung und Prophylaxe
  2. Ursache und Erreger – Auslöser für Katzenschnupfen
  3. Äußere Merkmale und klinische Anzeichen - Katzenschnupfen erkennen
  4. Diagnose – Katzenschnupfen beim Tierarzt nachweisen
  5. Prognose – Katzenschnupfen Heilungsaussichten
  6. Therapie – Katzenschnupfen behandeln
  7. Hausmittel gegen Katzenschnupfen
  8. Medikamente gegen Katzenschnupfen
  9. Verhalten bei Katzenschnupfen
  10. Katzenschnupfen vorbeugen
  11. Bestattungsvorsorge für einen schweren Verlauf
  12. Katzenschnupfen – Die wichtigsten Fragen

Katzenschnupfen – Anzeichen, Behandlung und Prophylaxe

Katzenschnupfen klingt zunächst harmlos, doch ist der Katzenschnupfen nicht mit dem Schnupfen bei uns Menschen zu vergleichen. Wird Katzenschnupfen nicht rechtzeitig und richtig behandelt, kann er in schlimmen Fällen zum Tod der Katze führen. Wie Sie die Symptome erkennen, richtig behandeln und sogar vorbeugen können, erklären wir Ihnen im weiteren Verlauf.

Ursache und Erreger – Auslöser für Katzenschnupfen

Wie kommt es überhaupt zur Infektion mit Katzenschnupfen? Infizierte Katzen übertragen die Krankheit direkt über die Atemwege oder ihren Speichel an ihre Artgenossen. Katzenschnupfen ist ein hoch ansteckender Symptomkomplex, der durch feline Herpes-Viren und parasitären Bakterien hervorgerufen wird.

In seltenen Ausnahmefällen kann die Krankheit sogar über den Menschen als Zwischenwirt auf andere Katzen übertragen werden. Die Viren und Bakterien befallen Schleimhäute und Atemwege der Katzen. Die Inkubationszeit liegt meistens zwischen zwei und sechs Tagen. Wohnungskatzen sind einem geringeren Infektionsrisiko ausgesetzt als Freigänger.

Zwei Katzen auf der Straße.
Freigänger sind einem höheren Ansteckungsrisiko durch Katzenschnupfen ausgesetzt.

Äußere Merkmale und klinische Anzeichen - Katzenschnupfen erkennen

Äußere Merkmale und Symptome der Erkrankung sind:

  • Die Katze hat schleimigen Nasenausfluss
  • Schleim- und Eiterbildung in den Augen der Katze, bis hin zur Verkrustung der Augen
  • Bildung von Geschwüren im Mundraum der Katze
  • Die Erkrankung geht einher mit starkem Husten und Niesen

Bei schlimmeren Verläufen kommen weitere Symptome hinzu:

  • Die Katze leidet unter Schluckbeschwerden
  • Die Katze verliert Ihren Appetit und Gewicht
  • Die Katze leidet unter Atemnot
  • Fieber tritt als Immunreaktion auf

Symptome sind keine klinische Diagnose. Es ist immer ratsam, die fachkundige Meinung eines Tierarztes hinzuzuziehen. Ist der Besuch beim Tierarzt nicht möglich, können Sie einen Abstrich von den Schleimhäuten der Katze machen. Im Labor kann die Kultur auf mögliche Erreger untersucht werden. Der Abstrich kann für den Befund in einem Labor untersucht werden.

Diagnose – Katzenschnupfen beim Tierarzt nachweisen

Wenn es Ihrer Katze zunehmend schlechter geht, ist die Untersuchung durch einen Tierarzt unausweichlich. Der Krankheitsverlauf hängt sowohl vom Befall der Erreger als auch dem Immunsystem der Katze ab. Es gilt Spätfolgen zu vermeiden. In einer Tierarztpraxis können die Auslöser des Katzenschnupfens mit speziellen Diagnosemethoden ermittelt werden.

Durch das Abhorchen der Lunge und mithilfe der Tupferprobe können Tierärzte den Krankheitsverlauf und Art des Befalls bestimmen. Nach dem Befund können die Medikamente zur Heilung der kranken Katze verabreicht werden. Antibiotika werden zur Bekämpfung der Bakterien eingesetzt. Bei Schluckbeschwerden und Unterversorgung, kann der Tierarzt die Katze intravenös mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgen.

Prognose – Katzenschnupfen Heilungsaussichten

Unbehandelt kann Katzenschnupfen zu einem chronischen Leiden werden. In schlimmen Fällen kann die Krankheit auch zum Tod der Katze führen. Besonders Seniorenkatzen sowie Katzenbabys können von einem schwereren Verlauf betroffen sein. Wird die Krankheit jedoch frühzeitig erkannt und behandelt, ist der Verlauf meist harmlos und schnell auskuriert. Der beste Schutz erfolgt allerdings durch die Impfung, die bereits Kitten injiziert werden kann.

Kitten sitzt im Grünen.
Eine Impfung gegen Katzenschnupfen ist im Kitten-Alter ratsam.

Therapie – Katzenschnupfen behandeln

Mit welchen Mitteln kann man Katzenschnupfen behandeln? Hier reichen die Ansätze von der Prävention über Hausmittel und alternative Therapien bis hin zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Je nach Krankheitsverlauf oder Stadium wirken einige Mittel mehr oder weniger stark.

Bei einer harmlosen Erkältung verschwinden die Katzenschnupfen Symptome frühzeitig. Die Therapie kann bei schwereren Verläufen durchaus mehrere Tage dauern. In jedem Fall ist es aber wichtig, der Katze unnötiges Leid zu ersparen. Zeigen Hausmittel keine Wirkung, muss ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Hausmittel gegen Katzenschnupfen

In der Regel lindern Hausmittel die Symptome und unterstützen den Heilungsprozess. Hausmittel ersetzen aber nicht den Besuch beim Tierarzt. Folgende Mittel helfen beim Genesungsprozess und lindern die Symptome von Katzenschnupfen:

  • Pürieren Sie das Lieblingsfutter Ihrer Katze, damit sie das Futter schlucken kann
  • Erwärmen Sie das Futter Ihrer Katze, damit ihr Appetit angeregt wird
  • Vermeiden Sie Kohlenhydrate haltiges Futter, dieses kann den Magen Ihrer Katze reizen
  • Befreien Sie mit einem feuchten, warmen Tuch die Nase und Augen Ihrer Katze von Schleim und Eiter
  • Desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände und die Bereiche, in denen sich Ihre Katze aufhält
  • Mischen Sie eine Nasenspülung aus Kochsalz und Wasser
  • Mischen Sie Salbeitee unter das Trinkwasser Ihrer Katze
  • Bieten Sie Ihrer Katze einen warmen Rückzugsort

Medikamente gegen Katzenschnupfen

Vorweg: Verabreichen Sie keine Arzneimittel für den menschlichen Gebrauch, es können unvorhersehbare Nebenwirkungen bei Ihrer Katze eintreten. Folgende Medikamente werden von Tierärzten zur Behandlung von Katzenschnupfen verschrieben:

Antibiotika
Oftmals kommen Antibiotika mit dem Wirkstoff Tetracyclin zur Therapie einer Virusinfektion zum Einsatz. Die Antibiotika bekämpfen die Bakterien und werden als Augentropfen oder Tabletten verabreicht.

Immunglobulin
Immunglobuline (Antikörper) sind Proteine, die zur Bekämpfung des Virus verabreicht werden.

Felines Interferon
Felines Interferon ist ein immunstimmulierendes Protein, das ebenfalls zur Bekämpfung des Virus verabreicht wird.

Chloramphenicol
Chloramphenicol ist ein sog. Breitbandantibiotikum, das erfolgreich gegen Katzenschnupfen eingesetzt wird. Chloramphenicol wird heute aber nur noch selten eingesetzt. Die Einnahme birgt gewisse Risiken und Nebenwirkungen gerade für junge Katzen.

Fluorchinolone
Fluorchinolone ist ähnlich erfolgreich wie Chloramphenicol, jedoch müssen die Risiken für die Katze abgewogen werden.

Verhalten bei Katzenschnupfen

Während Ihre Fellnase an Katzenschnupfen leidet, muss sie in häuslicher Quarantäne bleiben. In einem Haushalt mit mehr als einer Katze muss die erkrankte Katze zusätzlich von anderen Katzen isoliert werden.

Vermeiden Sie Stress, dieser wirkt sich negativ auf Ihre Katze aus. Gönnen Sie Ihrer Katze Ruhe. Aktivitäten und Spiele kosten sehr viel wichtige Kraft, die Ihre Katze für die Genesung benötigt.

Achten Sie darauf, dass Ihre Katze ausreichend Futter und Flüssigkeit zu sich nimmt. Die Futter-Portionen sind kleiner, können je nach Zustand aber häufiger bereitgestellt werden.

Hygiene ist wichtig, selbst Sie können ein Träger der Erreger sein und andere Katzen mit Katzenschnupfen anstecken. Tragen Sie bei direktem Kontakt einen Mundschutz und Handschuhe oder desinfizieren Sie Ihre Hände nach dem direkten Kontakt. Werden die Bedingungen erfüllt, sollte sich Ihre geliebte Katze rasch auf dem Weg der Besserung befinden.

Katzenschnupfen vorbeugen

Das beste Mittel zur Vermeidung von Katzenschnupfen ist die Impfung. Die Impfung gegen Katzenschnupfen wird von der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfohlen. Die Impfung kann bei Katzen in den ersten Lebenswochen durchgeführt werden, um die Grundimmunisierung herzustellen.

Die Impfung wird von der StIKO Vet als Core-Komponente gewertet. Core-Komponenten sind Impfungen gegen Krankheitserreger, gegen die Tiere zu jederzeit geschützt werden müssen. Durch die eintretende Immunreaktion werden das Infektions- aber auch Ansteckungsrisiko verringert und etwaige Krankheitssymptome abgemildert.

Mehrkatzenhaushalten und Katzenzuchten wird nahegelegt, dass die Impfung gegen Katzenschnupfen einmal jährlich aufgefrischt wird. Haushalte mit nur einer Katze, können die Impfung auch im Abstand von zwei bis drei Jahren wieder auffrischen. Ein vollständiger Schutz kann aber trotz Impfung nicht garantiert werden. In jedem Fall ist die Vorsorge ratsamer als die Nachsorge. Teure Behandlungskosten und schwere Verläufe können vermieden werden.

Bestattungsvorsorge für einen schweren Verlauf

Sollte Ihre Katze bereits älter und schwächer sein, erholt sie sich nur langsam von Krankheiten und Gebrechen. Jede Infektion und jede Krankheit bergen das Risiko eines schweren Verlaufes. Sorgen und Ängste haben keinen Platz, wo gemeinsame Zeit kostbar ist.

Katzen begleiten uns leider nur ein Stück auf unserem Lebensweg. Früher oder später müssen wir uns mit ihrem Abschied auseinandersetzen. Mit einer Bestattungsvorsorge können Sie sich frühzeitig finanziell und organisatorisch auf den würdevollen Abschied Ihrer Katze vorbereiten. Verbringen Sie die verbleibende Zeit gemeinsam sorglos.

Katzenschnupfen – Die wichtigsten Fragen

Nachfolgend beantworten wir Ihnen noch einmal die wichtigsten Fragen zu Katzenschnupfen.

Wie wird Katzenschnupfen übertragen?
Katzenschnupfen wird in der Regel durch direkten Kontakt von befallenen Tieren übertragen. In Ausnahmefällen werden die Erreger aber auch durch Muttermilch, gemeinsame Futterschalen oder den Menschen als Zwischenwirt übertragen. Wenn eine kranke Katze niest oder hustet, werden gesunde Katzen durch herumfliegende Tröpfchen oder Sekret mit Katzenschnupfen angesteckt.

Kann Katzenschnupfen auf Menschen übertragen werden?
Katzenschnupfen kann auf Menschen übertragen werden, allerdings ist keine Erkrankung zu befürchten. Das Erreger-Bakterium Bordetella bronchiseptica kann Menschen befallen, die sich einen Haushalt mit Katzen teilen. Menschen können diesen Erreger wiederum an andere Katzen übertragen, wodurch diese Katzen mit Katzenschnupfen erkranken können.

Können Katzen an Katzenschnupfen sterben?
Die Sterblichkeitsrate bei Katzenschnupfen ist sehr gering. Trotzdem sind junge Kitten, kranke Katzen und immunschwache Seniorenkatzen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Wenn die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt wird, können betroffene und ungeimpfte Katzen bei einem schweren Verlauf sterben.  

Kann Katzenschnupfen zuhause behandelt werden?
Katzenschnupfen ist nicht ohne entsprechende Medikamente heilbar. Aus diesem Grund muss ein Tierarzt aufgesucht werden, sobald die geliebte Katze Katzenschnupfen Symptome zeigt.

Woran erkennt man, ob die Katze wieder gesund ist?
Ihre gesunde Katze erkennen Sie daran, dass sie wieder ihr gewohntes Verhalten aufnimmt. Ihre Katze wird wieder aktiv, die Katze hustet und niest nicht mehr. Krankheitssymptome wie die laufende Nase oder verschleimte Augen sind nicht mehr vorhanden.

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